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In meiner langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin komme ich immer wieder mit Menschen in Kontakt, die trotz viel guten Willens einfach keine echte Befriedigung miteinander erleben. Dabei schafft eine sexuell stimmige Beziehung eine Harmonie, die in den Alltag ausstrahlt. Eine erfüllte Sexualität ist eine starke, Beziehung stützende und tragende Basis. Sex macht glücklich oder extrem unglücklich. Je nachdem, ob das Liebesleben richtig rund läuft oder vor sich hin dümpelt.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Sex „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob zwei Menschen sexuell zueinander passen.

Mit 423 Fragen gibt das Buch die Möglichkeit, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzugleichen

Das führt zum sexuellen Ich und zum sexuellen Du und im Idealfall zum sexuellen Wir.

 

Mein Buch kann ab sofort bei tredition, im Buchhandel und bei Amazon bestellt werden. Jetzt auch als eBook, u.a. für Kindle und iOS erhältlich!

Ab sofort gibt es die 423 Originallfragen aus dem Sex-Pass auch als Arbeitsheft!


Kolumnen

freundin Online Magazin:


Interviews

Autorenportrait

Theresa Lachner Lvstprinzip

Frank Spandl meeet AG

Sabrina Ludwig pme Familienservice:

Sabrina Ludwig Huntington Post:


Rezensionen

(K)ein Nischenthema: Der „Sex-Pass“ von Dagmar Cassiers

Der Sex-Pass gibt Paaren, die es wissen möchten, Auskunft über ihre sexuelle Passgenauigkeit. Denn, so Dagmar Cassiers, je besser Paare sexuell zusammenpassen, umso wahrscheinlicher ist, dass die Beziehung langfristig glücklich bleibt. Der Sex-Pass, in der Kategorie Sachbuch erschienen, ist in erster Linie ein Arbeitsbuch, das auf dem Fundament von Dagmars jahrzehntelanger Praxis in der Beratung von Paaren entstanden ist.

 

Was hat dich auf die Idee gebracht, ein Buch zum Thema Sexualität zu schreiben?

Die Berichterstattung in den Medien, dass jede dritte Ehe geschieden wird. In meiner jahrzehntelangen Praxis als Paartherapeutin habe ich viele Paare, die sich getrennt hatten, genau befragt, worin das Scheitern ihrer Beziehung lag. Dabei habe ich bemerkt, dass in vielen Beziehungen Dynamiken entstehen, in denen die gemeinsame Sexualität als Belohnungs- und Bestrafungsstra- tegie eingesetzt wird. Am Ende bekommt dann keiner mehr, was er sexuell möchte, und beide gehen frustriert und enttäuscht auseinander.

 

Was ist bei deinem Buch anders als in anderen einschlägigen Ratgebern?

Ich habe festgestellt, dass es in der Literatur nur sehr wenige Ratgeber gibt, die Paaren ein differenziertes wechselseitiges Nachfragen anbieten. Meist endet man Fragebögen der „Ja/Nein“- Kategorie. In meinem Arbeitsheft biete ich Paaren Skalierungen an. Und es gibt sehr konkrete Fragen! Denn es ist nicht dasselbe, ob ich frage „Sind Sie romantisch?“, oder ob ich frage „Brauchen Sie Kerzenschein, um in Stimmung zu kommen?“.

 

Woran macht es sich denn fest, ob ein Paar sexuell zusammenpasst?

Viele Paare haben Idealvorstellungen vom Normsex, ein Bild, wie es sein sollte. Das bringt sie manchmal von sich selbst ab und schafft Probleme. Man muss miteinander reden. Dazu ermuntert mein Fragenkatalog. Die Bandbreite der Passung ist ja im Grunde sehr groß: Auch ein Paar, das unterschiedliche Vorlieben hat, kann wunderbar zusammenpassen und sich aufeinander einstellen. Es geht eher um das Ausmaß der Unterschiedlichkeit. Und wenn das zu groß ist, dann kommt man eben dauerhaft nicht zusammen.

 

Wilhelm Reich hat einmal gesagt, Sexualität kann zwei Menschen maximal vier Jahre zusammenhalten. Was sagst du dazu?

Das kann ich nicht unterschreiben. Es hängt sehr davon ab, wie diese Menschen ihre Sexualität leben. Meine Erfahrung zeigt eher, dass Menschen die sexuellen Freuden bis ins hohe Alter genießen können, wenn sie sexuell sehr gut zusammenpassen. Da gib es keine „Obergrenze“.

 

Inwieweit fließt deine Arbeit als Coach bei pme in dieses Buch ein? Hättest du das Buch auch ohne deine Beratungstätigkeit bei pme geschrieben?

Definitiv, weil ich insgesamt schon 20 Jahre als Coach tätig bin. In meiner Beratungstätigkeit bei pme kommt das Thema gar nicht so häufig vor. Ich arbeite jetzt 10 Jahre hier, und es waren vielleicht fünf Beratungen, die in diese Richtung gingen.

 

Sind weitere Bücher geplant?

Derzeit nicht. Ich kann so ein Werk nämlich nur schwer loslassen. Beim Sex-Pass hat es drei Jahre gedauert, bis ich ihn veröffentlichen konnte.

 

Wird man als Buchautorin reich?

Autorenhonorare sind grundsätzlich sehr gering. Die Einnahmequelle hält sich in sehr moderaten Grenzen. Was aber schön ist: Kollegen nutzen mein Buch für ihre tägliche Arbeit. Pro Familia ist auf mich aufmerksam geworden, sie wollen das Buch eventuell für ihre Arbeit verwenden.

Bei freundin online schreibe ich Kolumnen zum Thema Sexualität, und Fachexperten wie Ulrich Clement verfolgen mein Buch – ein schönes Äquivalent zur monetären Gratifikation.

 

Das Interview mit Dagmar Cassiers ist erschienen im Mitarbeitermagazin der pme Familienservice Gruppe "FLOTTE WELLE" Ausgabe 2/2017. Geführt wurde es mit Gabriele Hamm-Brink

 

Daniel Lenz (buchreport) rezensiert:

„Sex-Pass“ von Dagmar Cassiers

 

Glückliche Beziehungen scheinen in der Gesellschaft ein Auslaufmodell zu sein, im eigenen Bekanntenkreis nimmt die Zahl der Trennungen (gefühlt) von Jahr zu Jahr zu. Nach Einschätzung der Paar-Therapeutin Dagmar Cassiers ist der Grund in den meisten Fällen der gleiche: die Sexualität. Genauer gesagt: die unterscheidlichen sexuellen Vorlieben der Partner. Mit ihrem Buch „Sex-Pass“ will Cassiers Paaren dabei behilflich sein, gemeinsam zu überprüfen, ob’s passt – oder nicht.


Die Berliner Autorin startet in ihrem Buch mit einer längeren allgemeinen Abhandlung zum Thema Sexualität, die u.a. ihre gesellschaftliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zusammenfasst und sich anschließend Cassiers eigenen Erfahrungen als Therapeutin (anhand von anonymisierten Berichten aus ihrer Praxis) widmet.

Dann entwickelt Cassiers eine sicherlich angreifbare These: Für sie ist die „sexuelle Passgenauigkeit das entscheidende Kriterium für glückliche oder unglückliche Partnerschaften“. Nicht ein bestimmter Intellekt, geteilte Normen- oder Wertsysteme, gemeinsame Hobbies oder Kommunikationsfähigkeit – ganz oben, und somit entscheidend für die Perspektiven von Beziehungen, steht die Sexualität.

An dieser Stelle fällt bei Cassiers eine weitere Besonderheit der Argumentation ins Auge. Ihrer Einschätzung nach kommt es für Paare (bzw ihre professionellen Sex-Ratgeber/Therapeuten) nicht darauf an, gemeinsam eine Sexualität zu entwickeln, die beiden gefällt. Ihr radikaler Ansatz: Die eigenen Wünsche sind bereits ziemlich vorgeprägt, jeder Mensch besitze nämlich „einen individuellen, genetisch disponierten und lebensgeschichtlich bedingten sexuellen Fingerabdruck“. Ergo läuft’s nur dann in der Beziehung gut, wenn  „die sexuellen Fingerabdrücke der Partner nahezu deckungsgleich sind“. Bei zu starken Abweichungen lohne die ganze Mühe der Beziehungsarbeit erst gar nicht, denn: „Partnerschaftliche Unterschiede in anderen Lebensbereichen sind leichter zu kompensieren als sexuelle Unterschiede.“  

Auf Basis dieser Thesen entwickelt die Autorin einen fast 100-seitigen Fragenkatalog, mit dem Paare (alleine oder in der Therapie) die eigenen Wünsche bzw. deren Übereinstimmungen ermitteln können. Kostprobe: „Filmriss und Bewusstseinsverlust im sexuellen Rausch?“ – „Ist mir sehr wichtig“ bis „Geht gar nicht“. Das Buch enthält 422 weitere Fragen dieser Art.

Fazit: Teilt der Leser Cassiers These von der über allem anderen stehenden Sexualität und deren Passgenauigkeit als zentralem Glücksfaktor, dann ist ihr 260-seitiger Ratgeber ein gutes Hilfsmittel bei der Partnerwahl. Zweifelt der Leser daran, dann passt der „Pass“ nicht ganz.


Dr. Werner Weishaupt (Dozent und VFP-Supervisor) rezensiert:

„Sex-Pass“ von Dagmar Cassiers

 

Unser langjähriges Mitglied, die Heilpraktikerin für Psychotherapie und Paar- und Sexualtherapeutin Dagmar Cassiers, hat ein für Klienten wie für Berater und Therapeuten äußerst lesenswertes und nützliches Buch geschrieben. Ich war sofort fasziniert von den vielen anschaulichen Fallbeispielen aus der Praxis, genauso wie von dem sehr differenzierten Fragenkatalog und dem ganzen Ansatz, so an das oft schwierige Thema „Sex in der Beziehung“ heranzugehen. Der Autorin ist sicher zuzustimmen, wenn sie behauptet, dass die Art und Weise, wie Partner sexuell zueinander passen oder eben auch nicht, einen sehr bedeutsamen Stellenwert für das Lebensglück des einzelnen wie auch für die Qualität und die Dauer der Partnerschaft hat. Viele Partner machen sich da etwas vor, arrangieren sich über Jahre oder gar Jahrzehnte, bis z.B. eine Außenbeziehung ihnen wieder die Augen für ihre eigenen verborgenen sexuellen Bedürfnisse öffnet.

Was war für Dagmar Cassiers die Motivation dieses Buch zu schreiben, und was ist die Botschaft?

In ihrer langjährigen Tätigkeit als systemisch-lösungsorientierte Paartherapeutin kommt sie immer wieder mit Menschen in Kontakt, die trotz viel guten Willens einfach keine echte Befriedigung miteinander erleben. Dabei schafft eine sexuell stimmige Beziehung eine Harmonie, die in den Alltag ausstrahlt. Eine erfüllte Sexualität ist eine starke, Beziehung stützende und tragende Basis. Sex macht glücklich oder extrem unglücklich. Je nachdem, ob das Liebesleben richtig rund läuft oder vor sich hin dümpelt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Sex „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob zwei Menschen sexuell zueinander passen.Mit 423 Fragen gibt das Buch die Möglichkeit, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzugleichen.

 

Nun könnte man meinen, dass ein so umfangreicher Fragenkatalog einfach zu groß und zu mühsam ist, wenn man alle Fragen für sich oder gemeinsam als Paar oder zusammen mit der Therapeutin durchgeht. Das muss man aber gar nicht zwingend, man kann bestimmte Aspekte aus den 28 Fragekapiteln herausgreifen und soll sich – so die Empfehlung der Autorin – durchaus auch mehrere Wochen Zeit lassen. Gerade das differenzierte Erfassen  des sexuellen Erlebens und Verhaltens auf dem Hintergrund neuer sexualwissenschaftlicher und kommunikationspsychologischer Erkenntnisse unterscheidet dieses Buch von billigen Tests in Publikumszeitschriften, die in der Regel auch nicht wirklich erhellend sind.

Nach den Beratungserfahrungen der Autorin sind im wesentlichen 4 Faktoren entscheidend dafür, ob ein Paar sexuell zusammen passt:

Die Ausprägung der Libido, der quantitative Faktor und Stellenwert der Sexualität ist für das glückliche Miteinander und die Dauerhaftigkeit der Beziehung sehr bedeutsam. Wenn der eine Partner deutlich häufiger Lust hat als der andere, sind Probleme für die Partnerschaft vorprogrammiert.

Zweitens ist der unterschiedlich ausgeprägte Wunsch nach Intimität, körperlicher Nähe, Schamlosigkeit und Hemmungslosigkeit von entscheidender Bedeutung. Dies spielt in alle sexuellen Handlungen hinein und scheint auch beim einzelnen Menschen wenig veränderbar zu sein.

Die dritte Kategorie betrifft das Verhältnis von Aktivität und Passivität und den Wunsch nach Dominanz und Unterwerfung. Auch die Frage des sexuellen Temperaments ist ganz entscheidend. Wer es lieber zärtlich und kuschelig mag, wird mit einem  sehr wilden, temperamentvollen, sexuell eher unruhigen Partner nicht so gut zusammenpassen.

Die vierte wichtige Kategorie für die sexuelle Passgenauigkeit eines Paares betrifft das Timing der Sexualität. Der prinzipielle Unterschied lässt sich ganz gut zusammenfassen in den Aussagen „Der Weg ist das Ziel“ oder eben „Das Ziel ist das Ziel“. Auch diese Unterschiede sind bei aller Flexibilität und Veränderung im Beziehungsverlauf doch prinzipiell stark in der Persönlichkeitsstruktur eines jeden verankert.

Das schöne und wertvolle an diesem Buch ist, dass es nicht nur eine Bestandsaufnahme ermöglicht, sondern dass uns die Autorin auch zeigt, wie denn Gespräche und Übungen in der Sexualberatung gelingen können. Dabei enthält sie sich persönlicher Wertungen und geht absolut klientenzentriert vor, was in manchen Fällen dann auch in eine Trennungsberatung münden kann. Ich empfehle allen Kolleginnen und Kollegen deshalb dieses Buch ausdrücklich.